Lammgewürz für Ofenbraten – so würzen Sie Lammkeule, Schulter & Karree richtig
Ein guter Lammbraten braucht keine schwere Gewürzmischung, die den Eigengeschmack des Fleisches überdeckt. Das richtige Lammgewürz für Ofenbraten soll vielmehr das feine Aroma von hochwertigem Lammfleisch unterstützen.
Bei Mattigtaler Lamm setzen wir deshalb auf einfache, bewährte Kombinationen: Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Pfeffer und etwas Zitrone reichen oft vollkommen aus.
Entscheidend ist nicht nur das Gewürz, sondern auch das richtige Teilstück, die Fleischqualität und die Garzeit.
Welches Lammgewürz passt zum Ofenbraten?
Lammfleisch harmoniert besonders gut mit mediterranen Kräutern.
Zu unseren Favoriten gehören:
Rosmarin
Thymian
Knoblauch
schwarzer Pfeffer
Zitronenschale
etwas Olivenöl
auf Wunsch Senf
Diese Kombination eignet sich besonders gut für Lammkeule, Lammschulter und Lammkarree.
Für einen klassischen Sonntagsbraten empfehlen wir eine eher zurückhaltende Würzung. So bleibt der natürliche Geschmack des österreichischen Lammfleischs im Mittelpunkt.
Unsere einfache Gewürzmischung für Lammbraten
Für etwa 1,5 bis 2 kg Lammfleisch benötigen Sie:
2 TL Salz
1 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
2 EL gehackten Rosmarin
1 EL Thymian
3 Knoblauchzehen
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
2 EL Olivenöl
optional 1 TL Senf
Alle Zutaten miteinander vermengen und das Fleisch damit einreiben.
Für eine Lammkeule oder Lammschulter kann die Würzung einige Stunden vor dem Garen aufgetragen werden. Bei besonders zarten Teilstücken wie Lammkarree reicht es, das Fleisch kurz vor dem Braten zu würzen.
Der Zuschnitt entscheidet über die Würzung
Nicht jedes Stück vom Lamm sollte gleich gewürzt oder gegart werden.
Lammkeule – klassisch und fein
Unsere Lammkeule ist ideal für den klassischen Ofenbraten.
Rosmarin, Knoblauch, Thymian und etwas Zitrone reichen vollkommen aus.
Die Keule kann im Ganzen, ausgelöst oder als Rollbraten zubereitet werden. Durch eine eher dezente Würzung bleibt der feine Lammgeschmack erhalten.
Lammschulter – kräftiger würzen
Eine Lammschulter besitzt mehr Bindegewebe und entwickelt ihr volles Aroma beim langsamen Schmoren.
Hier dürfen die Gewürze etwas kräftiger sein.
Neben Rosmarin und Thymian passen beispielsweise:
Lorbeer
Wacholder
Kreuzkümmel
Paprikapulver
Majoran
Die Schulter eignet sich hervorragend für einen Bräter mit Wurzelgemüse, Rotwein oder unserem Lammfond.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag über Lammkeule oder Lammschulter.
Lammkarree – weniger ist mehr
Das Lammkarree zählt zu den besonders zarten Teilstücken.
Hier empfehlen wir lediglich:
Salz
Pfeffer
Rosmarin
etwas Knoblauch
Olivenöl
Eine schwere Marinade würde den feinen Geschmack eher überdecken.
Klassisch oder orientalisch würzen?
Neben der traditionellen Kräuterwürzung passt Lamm auch hervorragend zu orientalischen Gewürzen.
Eine gute Kombination ist:
Kreuzkümmel
Koriander
Paprika
etwas Zimt
Knoblauch
Zitronenschale
Diese Mischung eignet sich besonders für Lammschulter, Lammhals oder langsam geschmorte Gerichte.
Wichtig ist dabei Zurückhaltung.
Gerade Kreuzkümmel und Zimt können schnell dominant werden. Sie sollten den Geschmack des Lammfleischs ergänzen und nicht überdecken.
Salz, Marinade oder Kräuterkruste?
Je nach Gericht können Sie unterschiedliche Methoden verwenden.
Trocken würzen
Für Lammkeule oder Rollbraten eignet sich eine klassische Mischung aus Salz, Pfeffer und Kräutern.
Das Fleisch kann damit einige Stunden vor dem Garen eingerieben werden.
Marinieren
Eine Marinade aus Olivenöl, Kräutern, Knoblauch und Zitronenschale sorgt für zusätzliches Aroma.
Bei zarten Teilstücken reichen 2 bis 4 Stunden vollkommen aus.
Sehr säurehaltige Marinaden sollten nicht über viele Stunden auf dem Fleisch bleiben.
Kräuterkruste
Für ein festliches Gericht eignet sich eine feine Kräuterkruste.
Dafür benötigen Sie:
Semmelbrösel
gehackten Rosmarin
Thymian
etwas Senf
Butter oder Olivenöl
Die Mischung wird erst gegen Ende der Garzeit auf das Fleisch gegeben, damit Kräuter und Knoblauch nicht verbrennen.
So bleibt der Lammbraten saftig
Das beste Gewürz hilft wenig, wenn das Fleisch zu lange gegart wird.
Bei Lammkeule empfehlen wir deshalb, nicht nur auf die Garzeit, sondern auch auf die Kerntemperatur zu achten.
Als Orientierung:
rosa: etwa 56–60 °C
medium: etwa 60–65 °C
vollständig durchgegart: entsprechend höher
Eine Lammschulter wird dagegen nicht rosa serviert. Sie soll langsam garen, bis das Bindegewebe weich ist und sich das Fleisch leicht teilen lässt.
Für Schulter und Hals sind niedrige Temperaturen und ausreichend Zeit entscheidend.
Lammbraten mit Wurzelgemüse und Lammfond
Ein guter Bratenfond entsteht direkt im Bräter.
Dafür eignen sich:
Zwiebeln
Karotten
Sellerie
Knoblauch
Rosmarin
Thymian
Rotwein oder Weißwein
Lammfond
Das Fleisch zunächst rundum kräftig anbraten.
Anschließend das Gemüse im Bratensatz rösten und mit Wein ablöschen. Danach etwas Lammfond hinzufügen und den Braten langsam im Ofen garen.
So entsteht ganz ohne Fertigsauce ein kräftiger, natürlicher Bratensaft.
Wann kommen die Kräuter zum Fleisch?
Frische Kräuter vertragen keine extrem lange, starke Hitze.
Rosmarin und Thymian können zwar mitgaren, sollten aber sparsam eingesetzt werden. Besonders Knoblauch kann bei zu hoher Temperatur schnell bitter werden.
Eine gute Methode ist deshalb:
1. Fleisch zunächst anbraten
2. danach Kräuter und Knoblauch hinzufügen
3. anschließend langsam im Ofen fertig garen
Frische Kräuter zum Schluss geben dem Gericht zusätzlich ein klares Aroma.
Qualität braucht keine laute Würzung
Bei hochwertigem Lammfleisch sollte das Fleisch selbst die Hauptrolle spielen.
Unser Lammfleisch stammt aus österreichischer Herkunft und wird bei Mattigtaler Lamm fachgerecht zerlegt und frisch für unsere Kundinnen und Kunden vorbereitet.
Metzgermeister Alexander Schwab und sein Team achten beim Zuschnitt darauf, dass jedes Teilstück optimal für seine spätere Verwendung vorbereitet wird.
Eine ausgelöste Lammkeule, eine gerollte Schulter oder ein sauber pariertes Karree benötigt keine komplizierten Gewürzmischungen.
Gute Fleischqualität, frische Kräuter und die richtige Garzeit reichen vollkommen aus.
Rezept: Klassischer Lammbraten mit Rosmarin und Knoblauch
Zutaten für 4–6 Personen
1,5–2 kg Lammkeule
3 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
3 Zweige Thymian
2 Karotten
2 Zwiebeln
½ Sellerieknolle
300 ml Rotwein
400 ml Lammfond
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Zubereitung
Die Lammkeule etwa 30 Minuten vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen.
Mit Salz, Pfeffer, gehacktem Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Olivenöl einreiben.
In einem Bräter rundum kräftig anbraten und anschließend herausnehmen.
Zwiebeln, Karotten und Sellerie im Bratensatz rösten.
Mit Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen.
Lammfond hinzufügen und die Keule wieder in den Bräter legen.
Bei etwa 160 °C langsam garen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.
Anschließend mindestens 10 Minuten ruhen lassen.
Den Bratenfond abseihen, bei Bedarf etwas reduzieren und gemeinsam mit dem Fleisch servieren.
Welche Beilagen passen zum Lammbraten?
Zum klassischen Lammbraten passen besonders gut:
Rosmarinkartoffeln
Semmelknödel
Kartoffelpüree
Polenta
Wurzelgemüse
grüne Bohnen
Ratatouille
Auch hier gilt: Weniger ist oft mehr.
Ein gutes Stück Lamm, eine kräftige Sauce und zwei einfache Beilagen ergeben meist das beste Ergebnis.
Lammgewürz und Lammfleisch bei Mattigtaler Lamm entdecken
Ob klassische Lammkeule, Lammschulter oder feines Lammkarree – mit hochwertigem österreichischem Lammfleisch und einer ausgewogenen Würzung gelingt der Ofenbraten besonders einfach.
Unser Grundsatz lautet:
Das Gewürz begleitet das Fleisch – es soll es nicht überdecken.
Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Salz und Pfeffer sind deshalb auch heute noch unsere erste Wahl für einen klassischen Lammbraten.
Entdecken Sie hochwertige Teilstücke, Lammfond und passende Spezialitäten direkt bei Mattigtaler Lamm – frisch vom Metzgermeister vorbereitet und gekühlt zu Ihnen nach Hause geliefert.
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